VOB

VOB – die Verdingungsordnung für Bauleistungen

Die VOB sind eine Zusammenstellung praxisgerechter Regelungen im Baubereich als Ergänzung zu den Regelungen §§631 ff. BGB.

Die VOB bestehen aus drei Teilen:

Teil A: (DIN 1960) Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen

Teil B: (DIN 1961) Allgemeine Bestimmungen für die Ausführung von Bauleistungen

Teil C: (DIN 18299 ff.) Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen.

Die VOB werden häufig als Standard bei Handwerksleistungen zu Grunde gelegt. Für den Verbraucher kann es jedoch durchaus sinnvoll sein, nach Regelungen des BGB Aufträge zu vergeben oder konkrete Abweichungen zu den VOB zu vereinbaren. Eklatantes Beispiel sind die Fristen für Mängelansprüche. Diese sind in den VOB auf zwei Jahre begrenzt, im BGB sind jedoch fünf Jahre vorgesehen.

Trockenbauweise

Trockenbauweise – ein Begriff, der oftmals beim Thema Innenausbau fällt

In Trockenbauweise entstehen alle Bauwerke, die ohne Mörtel errichtet werden.

Somit sind beispielsweise Holzrahmenbauten ebenfalls Trockenbauten. Häufig begegnet einem der Begriff beim Haus bauen im Innenausbau und wenn es um den Einbau von Innenwänden geht. Dabei wird häufig Gipskarton verwendet, der auf Aluprofile geschraubt wird. Decken- und Dachschrägenverkleidung, die oftmals mit Gipskarton hergestellt wird, fällt ebenfalls in den Bereich des Trockenbaus.

Trockenbauweise kann gleichermaßen sowohl im Neubau als auch im Bestand bei Sanierungen und Modernisierungen eingesetzt werden. So ist es aus Kostengründen durchaus überlegenswert, beim Neubau eines Einfamilienhauses über Innenwände in Trockenbauweise nachzudenken. Die Herstellung ist vergleichsweise günstig und die Wände können nach einer Grundierung direkt tapeziert oder mit einem Filzputz versehen werden.

Taupunkt

Taupunkt – wichtig, um Feuchteschäden zu verhindern

Taupunkt nennt man den Grenzwert, bei dem die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert.

Der Taupunkt ist abhängig von der Luftfeuchte und der Taupunkttemperatur. Wenn Sie ein Haus bauen muss bei Wand- und Dachaufbauten darauf geachtet werden, dass der Taupunkt nicht innerhalb des Bauteils liegt. Sonst kommt es zu Feuchteschäden.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema rufen Sie gerne unsere Experten an: +49 6184 20557-0.

Schlussrechnung

Schlussrechnung – sie folgt auf die Abnahme

Die Schlussrechnung listet alle noch offenen Kosten auf.

Mit der Schlussrechnung rechnet der Auftragnehmer alle noch offenen Kosten ab. Die Schlussrechnung kann erst nach Abnahme gestellt werden. Sie muss prüffähig sein, das heißt, die Schlussrechnung muss Mengen und Einheitspreise enthalten.

Schallschutz

Schallschutz – Dämmung, Dachaufbau und Fenster sind entscheidend

Unter den Begriff des Schallschutzes fallen alle Maßnahmen, die die Übertragung von Schall zwischen Quelle und Hörer vermindern oder ganz unterbinden.

Beim Hausbau neben einer Eisenbahnstrecke sind andere Schallschutzmaßnahmen zu treffen als beispielsweise beim Haus bauen an einem abgelegenen Feldrand. Wenn es um Schallschutz geht,  spielen verschiedene Bauteile eine entscheidende Rolle. Insbesondere Dämmung, Dachaufbau und Fenster sind entscheidende Faktoren für den Schallschutz im Gebäude.

Bei der Gebäudesanierung können viele Schallschutzmaßnahmen nachgerüstet werden. Beim Neubau eines Hauses sind eine genaue Betrachtung des Grundstücks und die daraus resultierende Planung unerlässlich, um sich später in seinem Heim auch wohlfühlen zu können. Die Kosten für Schallschutzmaßnahmen sollten nicht unterschätzt werden. Jede einzelne Maßnahme für sich mag nicht sehr viel Mehrkosten innerhalb des Gewerks verursachen, aber die Umsetzung des sinnigen Gesamtpakets kann den Hausbau durchaus signifikant verteuern. Wenn Sie ein Haus bauen möchten, sollten Sie das bereits bei der Grundstücksauswahl beachten.

Rohbau

Zum Rohbau gehören alle tragenden Teile

Fenster sind beim Rohbau nicht inklusive.

Der Rohbau umfasst die Fertigstellung aller tragenden Teile eines Gebäudes einschließlich der Dacheindeckung. Die Fenster gehören nicht mehr zum Rohbau, was häufig aber angenommen wird.

Bei weiteren Fragen rufen Sie gerne jederzeit unsere Experten an: +49 6184 20557-0.

Regenwassernutzung

Regenwassernutzung – auch für WC und Waschmaschine möglich

Die Nutzung von Regenwasser empfiehlt sich, wenn man ökologisch nachhaltig wirtschaften und Einsparungen bei den Betriebskosten eines Gebäudes erzielen möchte.

Es ist allerdings auch der Aufwand zu berücksichtigen, den die Herstellung einer Anlage zur Regenwassernutzung mit sich bringt. So muss beispielsweise sichergestellt sein, dass zu keiner Zeit Regenwasser in das Leitungswassernetz eindringen kann. Es müssen beim Hausbau also faktisch zwei Leitungssysteme installiert werden, je nachdem wo das Regenwasser überall genutzt werden soll.

Der Einbau einer Zisterne, die das Wasser von den Dachflächen aufnimmt, das dann zur Gartenbewässerung genutzt wird, ist sicher einer der einfachen und kostengünstigen Anwendungsfälle. Soll das Regenwasser aber auch für das WC und eventuell sogar für die Waschmaschine genutzt werden, fällt der Installationsaufwand schon deutlich höher aus. In solchen Fällen muss beim Neubau auch die Nachspeisung der Zisterne mit Frischwasser sichergestellt werden, falls das Regenwasser in längeren Trockenperioden eimal ausgehen sollte.

Querlüftung

Querlüftung – Feuchtigkeit und Schimmel vorbeugen

Umgangssprachlich nennt man die Querlüftung „Durchzug“.

Beim Haus bauen sollte bereits ab der Planung eines Gebäudes die Hauptwindrichtung berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich unbedingt, Fenster so anzuordnen, dass eine Querlüftung möglich ist. Umgangssprachlich würde man von „Durchzug“ sprechen. Dabei soll durch das Öffnen zweier gegenüberliegender Fenster in kurzer Zeit ein hoher Luftaustausch erreicht werden. Zwei Mal täglich ordentlich querlüften beugt Feuchtigkeitsschäden und Schimmel vor und ist deshalb absolut sinnvoll.

Pufferspeicher

Pufferspeicher – Heizkonzept entscheidet über seine Notwendigkeit

Bei einem Pufferspeicher handelt es sich um einen Behälter, der warmes Wasser bevorratet, um ein zu häufiges Ein- und Ausschalten der Heizung zu vermeiden.

Ein Pufferspeicher ist auch dazu geeignet, um beispielsweise die gewonnene Wärme aus Sonnenkollektoren nachts zu speichern. Der Einsatz eines Pufferspeichers und seine Notwendigkeit werden im Rahmen der Planung des Hausbaues bei der Erstellung eines entsprechenden Heizkonzepts festgestellt. Je nach Gebäude, Nutzung und Wärmeanforderung ist es nicht zwingend erforderlich, einen Pufferspeicher einzusetzen. Auch wenn die Anschaffungskosten für einen solchen Speicher im Vergleich zur gesamten Heizungsanlage überschaubar sind, kann er die Gesamtkosten der Anlage beziehungsweise deren Rentabilität verschlechtern. Daher ist eine gesamthafte Betrachtung des Heizkonzepts unabdingbar.

Oberflächenwasser

Oberflächenwasser – Regenwasser, das abgeführt werden muss

Wichtig: Niederschlag immer vom Haus wegführen!

Bei Oberflächenwasser handelt es sich im Bereich des Hausbaus um das durch Niederschlag entstehende Abwasser, das entsprechend abgeführt werden muss. Dazu ist es beim Haus bauen sinnvoll, einen Entwässerungsplan zu erstellen, um festzulegen, an welchen Stellen Gefälle und Abläufe herzustellen sind. Wichtig dabei: Das Oberflächenwasser sollte man möglichst immer fern vom Gebäude halten und nicht zum Gebäude hinführen. Achten Sie darauf schon bei der Planung des Neubau.

Die Baukosten für eine Entwässerung sind überschaubar und müssen gerade beim Haus-Neubau nur sinnhaft mit geplant werden. Damit kann man sich später viele Sorgen um Feuchtigkeit im Gebäude ersparen.