Farbsysteme

Farbsysteme – damit der Farbton immer gleich bleibt

Zur Vereinheitlichung von Farben werden Farbsysteme nach DIN oder RAL genutzt.

Besonders bei Bauelementen und Metallbauteilen, die sichtbar bleiben, werden die Farben sehr häufig in RAL-Farben angegeben. Diese Farbtöne sind genormt. So ist zum Beispiel ein weiß in RAL 9016 immer gleich weiß. Insbesondere wenn man farbige Bauteile verschiedener Gewerke kombiniert, sollte immer auf die Angabe der RAL-Farbe bei jedem Gewerk geachtet werden. So ist eindeutig definiert und sichergestellt, welcher Farbton geliefert wird. Es gibt auch entsprechende Farbkarten, die die RAL-Farben darstellen. Dabei sind die RAL-Farbtöne häufig auch die kostengünstigere Variante als bestimmte Sonderfarben.

Anders ist das bei Innenfarben. Hier lässt sich aus einer beinahe unendlichen Vielfalt an Farben wählen. Sie werden heute mit Hilfe von computergesteuerten Mischanlagen auch immer gleich gemischt. So ist es auch kein Problem, wenn man während des Hausbaus oder einer Renovierung von einem Farbton nochmal etwas nachkaufen muss. Die Anlage stellt immer die gleiche Farbe her und gehört in den entsprechenden Fachabteilungen von Baumärkten zur Standardausrüstung.

Fanggerüst

Fanggerüst – für mehr Sicherheit, besonders bei Arbeiten am Dach

Auf ein Gerüst darf bei Arbeiten in der Höhe keinesfalls verzichtet werden.

Der Einsatz eines Gerüsts ist bei Arbeiten in der Höhe unerlässlich, egal ob Sie ein Haus bauen oder ein bestehendes Gebäude sanieren. Zum einen bietet das Gerüst die Möglichkeit, bequemer seine Arbeit erledigen zu können. Noch vielmehr aber dient das Fanggerüst auch der Sicherheit. Insbesondere Arbeiten am Dach werden nicht ohne Fanggerüst erledigt.

Übrigens: Solch ein Fanggerüst ist vergleichsweise günstig. Deshalb sollten auch im privaten Bereich die Kosten dafür nicht gescheut werden. Wenn man überlegt, wie schwerwiegend die Folgen eines Absturzes sein können, rentieren sich die wenigen Euros für ein solches Gerüst auf jeden Fall.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Energieeinsparverordnung (EnEV) – das Regelwerk für die energetische Planung

Vorgaben für den Wärmeschutz und die Heiztechnik in Gebäuden.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist die Bibel und daher das maßgebliche Regelwerk für die energetische Planung von Gebäuden. Die letzte Fassung stammt aus dem Jahre 2016, weshalb von der „EnEV 2016“ gesprochen wird. Die Energieeinspar-Verordnung macht Vorgaben in Bezug auf Wärmeschutz und Heiztechnik in Gebäuden, um den Energieverbrauch der Häuser zu reduzieren und auch die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen. Die EnEV gibt vor, wie viel Energie einzelne Gebäude verbrauchen dürfen und welche Richtwerte sowohl beim Neubau, aber auch bei genehmigungspflichtigen Anbauten einzuhalten sind. All diese Daten sind in einem Energieausweis zusammenzufassen. Üblicherweise wird vor dem Haus bauen mit dem Bauantrag auch ein Wärmeschutznachweis eingereicht, um die Konformität des neuen Gebäudes darzulegen. Dies hat die heutigen Gesamtkosten für den Hausbau mit nach oben getrieben. Sicherlich ist es sinnvoll auf eine energiesparende Bauweise zu achten, Energieeinsparung hängt jedoch auch von der Lebensweise der Bewohner eines Hauses ab.

Auch bei der Sanierung eines Hauses ist es absolut sinnvoll zu prüfen, welche Energieeinsparmaßnahmen mit dem Modernisierungsprojekt umgesetzt werden sollten.

Elektroinstallation

Elektroinstallation – hier muss stets ein Fachmann ran

Eine falsche Installation kann weitreichende Folgen haben.

Die Elektroinstallation hat immer waagrecht oder senkrecht zu erfolgen. Generell sollte sie nur von einem entsprechend sachkundigen Fachmann geprüft oder verändert werden. Es besteht Lebensgefahr! Eine falsche Elektroinstallation kann weitreichende Folgen wie Brand oder elektrische Schläge nach sich ziehen.

Bei der Sanierung oder Modernisierung von Bestandsgebäuden sollte die Elektroinstallation durch einen Fachmann immer eine feste Position bei der Kostenplanung sein. Gerade in alten Gebäuden ist die Elektroinstallation alles andere als zeitgemäß und muss überprüft und meistens auch erneuert werden. Das fällt nicht ganz kostengünstig aus, bringt neben der höheren Sicherheit aber auch einen erhöhten Komfort mit sich. Man hat immerhin die Gelegenheit, Schalter und Steckdosen dort nachzurüsten, wo vorher keine waren. Sowohl beim Neubau eines Hauses als auch bei der Sanierung ist zu überlegen, ob man die Neuinstallation direkt in Verbindung mit einem BUS-System durchführt.

Edelstahlschornstein

Edelstahlschornstein – witterungsbeständig und einfach einzubauen

Der Edelstahlschornstein wird häufig bei der Nachrüstung von Kaminöfen an der Außenwand eingesetzt.

Ein Edelsteinschornstein ist witterungsbeständig und vergleichsweise einfach in ein Haus einzubauen. Gleichzeitig ist er unempfindlich gegen das Kondensat, das sich möglicherweise im Inneren bildet. Moderne Holzöfen sind so effizient, dass die Abgastemperatur sehr niedrig ist und die Wärme gar nicht ausreicht, um bis zur Mündung des Schornsteins zu kommen. Es bildet sich also Kondensat und somit Feuchtigkeit im Schornstein. Gleichzeitig bietet die glatte Oberfläche des Edelstahlschornsteins dem Rauch nur wenig Widerstand.

Drainage

Drainage – auch Dränage

Eine Drainage wird etwas unterhalb des tiefsten Punktes eines Hauses um das Gebäude herum verlegt.

Die Drainage soll ankommendes Wasser drucklos, aber zügig abführen. In Kombination mit der Abdichtung ist die Drainage eine wirkungsvolle Methode, ein Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen. Beim Neubau eines Hauses mit Keller ist der Einbau zu empfehlen, da die Kosten sehr überschaubar sind und der Einbau beim Haus bauen vor der Verfüllung des Arbeitsraums ohne weiteres mit erledigt werden kann.

Das Drainagerohr ist ein perforiertes Kunststoffrohr, welches in einer mit Flies ummantelten Schotterpackung eingebettet ist. Wichtig ist, dass das Wasser auch zügig zum Drainagerohr vordringen kann und sich nicht an der Außenwand oberhalb schon staut. Oberhalb der Drainage müssen beim Haus bauen also wasserdurchlässige Schichten hergestellt beziehungsweise an der Kellerwand eine Perimeterdämmung mit Dränfunktion eingebaut werden.

Dielenboden

Dielenboden – authentisch und solide

Beim Sanieren alter Fachwerkhäuser findet sich immer wieder Dielenboden aus dem 19. Jahrhundert.

Der Dielenboden kommt wieder immer mehr in Mode. Inzwischen gibt es vielfältige Möglichkeiten, einen Dielenboden beziehungsweise eine Dielenboden-Optik herzustellen, inzwischen sogar mit sogenannten Klickböden. Findet man während einer Sanierung einen gut erhaltenen Dielenboden vor – häufig verdeckt von PVC und Teppichschichten – ist das eine wunderbare Basis für einen wirklich authentischen und soliden Holzobden. Häufig finden sich beim Sanieren von alten Fachwerkhäusern noch Dielenböden aus dem 19. Jahrhundert. Sie warten nur darauf wieder zu neuem Glanz erweckt zu werden. Dies ist allerdings sehr arbeits- und auch kostenintensiv. Häufig wurden alte Dielenböden früher mit Ochsenblut gestrichen, um sie haltbar zu machen. Dies muss dann mühevoll abgeschliffen und der Boden mit einem modernen Lack versiegelt werden. Das Ergebnis kann sich aber in jedem Fall sehen lassen. Ein solcher Boden in Verbindung mit modern gestalteten Decken und Wänden bringt ein angenehmes Wohnklima in frisch sanierte Altbauten. Das ist definitiv etwas ganz besonderes, das man im neu gebauten Einfamilienhaus so einfach nicht hinbekommt.

Dachsanierung

Dachsanierung – wenn die Oberfläche porös und löchrig wird

Flachdächer älteren Baujahres brauchen besonders häufig eine umfassende Dachsanierung.

Flachdächer älteren Baujahres bedürfen inzwischen des öfteren einer umfassenden Sanierung. Die Oberfläche des Daches ist oftmals porös oder löchrig geworden. Feuchte hat sich unter der Dachhaut gesammelt, kann nicht mehr abtrocknen und greift den darunter liegenden Beton an. Die Kosten einer Dachsanierung entsprechend im Prinzip einer neuen Abdichtung und erhöhen sich noch um die Entsorgung der bestehenden Abdichtung. Eventuell kann es erforderlich werden, eine darunter befindliche Betondecke ebenfalls zu sanieren, falls diese von der Feuchtigkeit stark angegriffen wurde.

Dachdeckung

Dachdeckung – wesentlicher Schutz gegen Alterungsschäden

Der fachgerechte Einbau ist das A und O.

Die Eindeckung des Daches ist eine der wesentlichen Schutzvorkehrungen gegen Alterungsschäden eines Gebäudes. So hält die Eindeckung Regen und Feuchtigkeit vom Gebäude fern und schützt ebenso vor direkter Sonnenbestrahlung. Die Kosten der Dacheindeckung variieren je nach verwendetem Material. Es gibt Betondachsteine, Schiefer oder Ton als Eindeckmaterial. Wichtiger als das Material ist der fachgerechte Einbau. Günstigere Betondachsteine erfüllen ihren Zweck genauso wie hochwertige Tonziegel, wenn sie denn entsprechend verbaut sind.

Gerade bei der Modernisierung von Gebäuden sollte immer ein Blick auf das Dach geworfen werden und es sollten sowohl die Eindeckung als auch die Holzkonstruktion beurteilt werden. Was bringt der schönste Innenausbau, wenn nach wenigen Jahren Feuchtigkeitsschäden entstehen?

Dachabdichtung

Dachabdichtung – sie spielt besonders bei Flachdächern eine entscheidende Rolle

Die Flachdachrichtlinie gibt technische Eigenschaften und die Beschaffenheit vor.

Für das Anwendungsgebiet der Dachabdichtung bei Flachdächern gibt es die Flachdachrichtlinie, in der die technischen Eigenschaften und die Beschaffenheit einer ordentlichen Flachdachabdichtung beschrieben sind. Wichtig ist in jedem Fall, moderne Dichtbahnen ohne Weichmacher zu verwenden, die nach mehreren Jahren verschwinden und das Material an Kanten brüchig werden lassen. Wichtig ist außerdem der saubere Anschluss an angrenzende Gebäudeteile wie Hauswand oder Attika. Ebenfalls bei der Flachdachabdichtung zu beachten sind die korrekte Entwässerung und ein Notüberlauf.

Flachdächer lassen sich auch wunderbar begrünen oder als Terrasse herrichten (je nach Grenzabstand). Allerdings sollte jedem bewusst sein, dass eine Terrasse auf einem Flachdach wesentlich höhere Kosten verursacht als eine herkömmliche Terrasse am Boden. Dies sollte bei der Planung des Hausbau bereits mit berücksichtigt werden. Sind die Gesamtkosten für das Haus bauen sowieso schon eher knapp bemessen, kommt eine Dachterrasse wohl eher nicht in Frage.