Baugrundgutachten

Baugrundgutachten – Alle Infos über die Tragfähigkeit und die Wasserverhältnisse

Das Baugrundgutachten ist ein gängiges Instrument, um die Gründung eines Neubaus zu planen.

Mit dem Baugrundgutachten erhält man Aufschluss über die Beschaffenheit des Baugrunds. Sowohl in Bezug auf  die Tragfähigkeit und damit den notwendigen Unterbau, aber auch über Wasserverhältnisse, was wiederum wichtig für die Abdichtung ist.

Das Baugrundgutachten wird von geotechnischen Sachverständigen erstellt und ist Voraussetzung für eine fundierte Kostenplanung eines Bauvorhabens. Diese Gutachten werden vom Einfamilienhaus bis zum Büroturm benötigt, um die Gründung des Gebäudes planen zu können. Zwar in unterschiedlicher Ausprägung, aber mit gleicher Relevanz. Beabsichtigen Sie ein Haus in Eigenregie zu bauen, sollten Sie das Baugrundgutachten in jedem Fall als Planungsgrundlage für Ihren Statiker beauftragen.

Außerdem gibt das Baugrundgutachten auch wichtige Informationen für den Tiefbauer, wie die Baugrube ausgeführt werden muss, um Einstürze zu vermeiden.

Baugenehmigung

Baugenehmigung – „Grünes Licht“ von der Bauaufsichtsbehörde

Die rechtliche Voraussetzung, um mit einem Bauvorhaben beginnen zu können, heißt Baugenehmigung.

Die Baugenehmigung ist die schriftliche Zustimmung der jeweils zuständigen Bauaufsichtsbehörde, dass dem geplanten Bauvorhaben nichts entgegensteht, was gegen Verordnungen oder Gesetze verstößt. Die Einzelheiten sind in der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) des Bundeslandes geregelt, in dem das Bauvorhaben errichtet werden soll. Baurecht ist Sache der Länder.

Baubeschreibung

Baubeschreibung – die wichtigsten Informationen rund um das Gebäude

Die Baubeschreibung enthält alle wesentlichen und wichtigen Informationen über das zu errichtende Gebäude.

Kaufen Sie zum Beispiel eine Wohnung vom Bauträger oder bauen ein neues Einfamilienhaus mit einem Generalübernehmer, so ist die Bau- und Leistungsbeschreibung ein wesentliches Dokument, das Sie sehr aufmerksam lesen sollten. Ziehen Sie gegebenenfalls einen Fachmann Ihres Vertrauens zu Rate. Alles, was in der Baubeschreibung nicht aufgeführt ist, müssen Sie beim Hausbau  später in Eigenleistung oder durch weitere Unternehmen erbringen lassen. Sind die Kosten für Ihr gekauftes Haus bereits am Limit Ihres Budgets, sollten Sie dringend umso genauer hinschauen, was Sie alles für den Preis bekommen. Sonst können die Kosten Ihres neuen Hauses schnell weit über das von Ihnen gesetzte Limit hinausgehen. Achten Sie deshalb genau auf den Inhalt und fragen Sie jede Unklarheit bei Ihrem Verkäufer nach. Lassen Sie Zusagen zur Ausstattung gegebenenfalls mit in die Bau- und Leistungsbeschreibung aufnehmen.

Bauantrag

Bauantrag – notwendige Voraussetzung für den Hausbau

Der Bauantrag ist für alle unverzichtbar, die ein neues Haus bauen möchten.

Egal ob Einfamilienhaus oder Mehrparteienhaus, ohne Bauantrag und Baugenehmigung geht nichts. Wussten Sie, dass sich die Kosten der Baugenehmigung häufig nach den geplanten Kosten des Bauvorhabens richten? Ebenso erhöht sich der Preis für die Baugenehmigung bei Abweichungen vom Bebauungsplan.

Aber auch beim Umbau eines Hauses, etwa im Fall eines Anbaues oder durch den Bau einer Gaube, kann schnell ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben entstehen. Daher erkundigen Sie sich am besten rechtzeitig über eine mögliche Genehmigungspflicht beim Bauamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Landkreises.

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen – Anforderungen behinderter und alter Menschen berücksichtigen

Ziel sollte ein ganzheitliches Konzept für das gesamte Gebäude sein.

Man spricht von barrierefreiem Bauen, wenn beim Haus bauen oder einer Sanierung und Modernisierung besonders die Anforderungen von behinderten und alten Menschen berücksichtigt werden. Barrierefreies Bauen sollte sich als ganzheitliches Konzept durch ein Gebäude ziehen. Denn was nutzt es, mit dem Rollstuhl in die Dusche fahren zu können, wenn der Weg zum Badezimmer aber zum Hindernis-Parcours wird? Gerade bei der Sanierung von Gebäuden für ältere Menschen ist das zu berücksichtigen. Es gilt darauf zu achten, wie man durch gegebenenfalls nur wenig Mehrkosten einen deutlich höheren Nutzwert der Immobilie für ihre Bewohner erreichen kann.

DIN Normen für barrierefreies Bauen finden sich in den Normen 18024 und 18025.

BUS-System

BUS-System – für höhen Komfort und mehr Flexibilität

Über ein BUS-System wird parallel zum herkömmlichen Stromnetz ein Datennetz betrieben.

Das erlaubt es beispielsweise, Schalter und Lampen vollkommen flexibel und jederzeit änderbar miteinander zu kombinieren. Stellt man einige Zeit nach dem Einzug in sein neues Eigenheim fest, dass man über mehrere Schalter immer wieder die gleichen Lampen einschaltet und (elektrische) Rolläden in eine bestimmte Position bringt, so gestattet es das BUS-System, dieses sogenannte Szenario zu definieren und mit dem Druck lediglich eines Schalters aufzurufen. Das BUS-System ist zwar mit Zusatzkosten verbunden, bringt allerdings einen deutlich höheren Komfort und vor allem dauerhafte Flexibilität. Bei der Modernisierung oder Sanierung von Gebäuden kann es durchaus sinnvoll sein, ebenfalls ein BUS-System nachzurüsten.

Ausführungsplanung

Ausführungsplanung – Grundlage für eine solide Kostenplanung

Die Ausführungsplanung wird von den meisten privaten Bauherren beim Haus bauen nur selten bedacht.

Doch gerade diese Ausführungsplanung, für die es in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) auch eine eigene Leistungsphase gibt, kann entscheidend über Erfolg und Misserfolg eines Bauvorhabens in Bezug auf die Kosten sein. Nachdem Entwurfspläne und Genehmigungspläne für den Hausbau erstellt wurden, gilt es die Besonderheiten des Gebäudes herauszuarbeiten. Eine saubere Ausführungsplanung hilft sehr dabei, die Kostenplanung eines Bauprojekts möglichst gut zu ermitteln. Da der Teufel häufig im Detail steckt, kommen unter Umständen über mehrere Nachträge zusätzliche Kostenpositionen auf den Bauherrn zu, mit denen er vorher nicht gerechnet hat.

Im Bereich der Modernisierung sind Ausführungspläne ebenfalls sehr hilfreich, will man doch möglichst genau definieren, wie einzelne Details auszuführen sind.

Ausbau

Ausbau – oft genutzter Begriff ohne gesetzliche Definition

Der Begriff des Ausbaus begegnet einem sehr oft – insbesondere bei Fertighäusern. Dabei geht das Verständnis darüber, was Ausbau nun genau bedeutet, sicherlich bei jedem einzelnen weit auseinander.

Eine gesetzliche Definition des Begriffs Ausbau gibt es beim Haus bauen nicht. Daher ist es wichtig, wenn man sich beispielsweise für ein „Ausbauhaus“ entscheidet, genau festzulegen, was noch alles zur Leistung des Herstellers gehört und was nicht mehr. Je klarer diese Definition gefasst wird, desto weniger Streitpotential gibt es hinterher. Sicherlich sind die Kosten für ein Ausbauhaus häufig augenscheinlich erst einmal gering, es kommt aber eben darauf an, wie weit man die Leistung für das fertige Eigenheim dann noch selbst erbringen muss.

Bei der Sanierung ist gerade der Ausbau im Endstadium das, was die meisten sicherlich vor Augen haben, wenn es dann an Wand- und Bodenbeläge geht. Allerdings sollte der Aufwand der vorherigen Gewerke auch nicht unterschätzt werden, besonders wenn man viel in Eigenleistung machen möchte.

Aufmaß

Aufmaß – die Ermittlung des genauen Leistungsumfanges

Das Aufmaß wird von Auftraggeber und Auftragnehmer gemeinsam erstellt.

Die Regeln für das Aufmaß sind in den VOB/C niedergeschrieben. Besonders bei der Abrechnung nach Menge – wie meist bei Handwerksbetrieben üblich – spielt das Aufmaß natürlich eine entscheidende Rolle, denn zu großzügig durchgeführte Aufmaße können die Kosten für ein Bauprojekt schnell ausufern lassen. Auch der Bauherr sollte eine grobe Wahrnehmung und Vorstellung davon haben, wie viele Quadratmeter neuer Putz beispielsweise bei seinem Sanierungs- oder Modernisierungsprojekt oder dem Neubau seines Hauses einzubringen sind.

Im Vertrag mit Pauschalpreis ist das Aufmaß hingegen für den Bauherren belanglos, da er eine entsprechende Baubeschreibung hat und darin Größe und Beschaffenheit eines Objekts nach Fertigstellung festgelegt sind.

Armierung

Der Begriff der Armierung

Umgangssprachlich für Bewehrung.

Der Begriff Armierung ist eine alte umgangssprachliche Bezeichnung für die Bewehrung beziehungsweise den Einsatz von Betonstahl, um ein Gebäude aufgrund statischer Gegebenheiten zu verstärken.