Wartung der Garage erhöht Lebensdauer

Immobilienbesitzer sollten auch ihre Garage regelmäßig warten. Der Frühling ist dazu eine ideale Gelegenheit.

Der Frühling ist da und mit ihm steigt die Lust auf eine Spritztour oder einen Ausflug mit dem Auto. Doch nicht nur das Fahrzeug selbst soll im Glanze der Sonne erstrahlen, sondern auch sein Unterstand. Die erste Jahreshälfte ist der beste Zeitraum für eine Inspektion der Garage. Fahrzeugbesitzer nehmen sich am besten eine kleine Checkliste zur Hand und gehen die einzelnen Aspekte durch.

Material gründlich reinigen
Die Oberflächen, egal ob die Garage aus Holz, Beton oder Metall besteht, sollten regelmäßig von Staub, Pollen und Vogelkot befreit werden, denn einige Verschmutzungen können aggressiv sein, sich in das Material einbrennen und die Bausubstanz schädigen.

Abdichtungen genau inspizieren
Hat sich die Feuchtigkeit erst einmal einen Weg gebahnt, kann es zu schwerwiegenden Schäden in der tragenden Konstruktion des Fahrzeugunterstandes kommen. Besitzer einer Garage sollten deshalb sowohl den Dach- als auch den Bodenbereich auf feuchte Schadstellen prüfen.

Dachentwässerung sicherstellen
Auf Dächern, die im Schatten liegen, bildet sich gern Moos. Bei starken Regenfällen kann es sich lösen und die Entwässerung behindern. Heruntergefallenes Laub, das sich in der Dachrinne sammelt, kann ebenfalls die Ursache für einen Wasserstau sein. Blätter und Pflanzen sollten deshalb regelmäßig entfernt werden.

Öffnungsmechanismus überprüfen
Verschmutzungen und Fremdkörper können die Funktion von Laufschienen und Federn und somit den Öffnungsmechanismus des Garagentores beeinträchtigen. Fehlgeräusche könnten zudem auf einen Defekt des elektrischen Antriebs hinweisen. Schlösser sollten geölt oder ausgetauscht werden, sobald sie haken.

Elektronik in Augenschein nehmen
Auch die Beleuchtung sowie Strom- und Wasseranschlüsse weisen häufig Mängel auf und bedürfen daher von Zeit zu Zeit einer Überprüfung. Eine defekte Elektronik ist außerdem ein Sicherheitsrisiko. Ein prüfender Blick auf die Anschlüsse und Steckdosen gehört deshalb zu jeder Inspektion dazu!

Weitere Tipps zu Pflege, Reinigung und Wartung der Garage sowie eine Checkliste zum kostenlosen Download finden Fahrzeugbesitzer auf dem unabhängigen Web-Portal Garage & Carport. Das unabhängige Service-Angebot informiert über Garagen, Carports, Zubehör und Pflege. Herstellerunabhängig und produktneutral richtet sich die umfangreiche Webpräsenz an Bauherren, Hauseigentümer und alle weiteren Interessierten.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie gerne auch jederzeit die Experten von WAIBACH Living.

Text und Foto: garage-und-carport.de / bpr

Beim Modernisieren dicke Luft vermeiden

Beim Renovieren sollten für Bodenbeläge lösemittelfreie Klebstoffe gewählt werden.

Ein neuer Boden ist verlegt, doch irgendwie steigen den Bewohnern unangenehme Gerüche in die Nase. Als Schuldiger wird dafür oft der Bodenbelag ausgemacht – mit entsprechenden Reklamationen nach den Handwerksarbeiten. Die Ursachen für Gerüche finden sich aber meist woanders. Auf Nummer sicher geht, wer beim Verlegen des Bodens auf emissionsarme Klebe- und Verlegewerkstoffe setzt, die eine Geruchsbildung reduzieren.

So gerne man den frischen Duft eines Neuwagens oder von neuen Produkten einatmet, ist ein auffälliger Geruch doch etwas anderes. Manche Bauherren und Mieter haben nach Handwerksarbeiten die Nase buchstäblich voll, es herrscht dicke Luft und die Gemüter erhitzen sich in der Diskussion. Aber wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wo gebaut oder renoviert wird lässt sich der Einsatz von Werkstoffen nicht vermeiden. Diese bringen für gewöhnlich einen Neugeruch mit sich, der nach einigen Wochen guten Lüftens verfliegt.

Es gibt allerdings gewisse Naturprodukte wie Holz und Holzwerkstoffe, die von Natur aus einen Eigengeruch voll von charakteristischen Aromen besitzen, den die Bewohner sogar erwarten. Genauso wie Alkydharze, die als Bindemittel in speziellen Lacken durch ihre enthaltenen Pflanzenöle einen typischen Geruch tragen. Hier kommt es daher eher selten zu Beanstandungen. Für textile Bodenbeläge wie Teppiche nimmt die Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden (GuT) wiederum eine Geruchsprüfung vor und vergibt danach entsprechend ein Siegel, das geruchsarme Produkte kennzeichnet.

Grundsätzlich benötigt ein erwachsener Mensch etwa 30 Kubikmeter frische Luft pro Stunde. Bekommt er die nicht, können Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Unwohlsein die Folge sein. Werden komische Gerüche wahrgenommen, liegt der Verdacht nahe, es handele sich um „Schadstoffe“. Die Bewohner meinen, es wären Emissionen des bei der Renovierung eingesetzten Materials – ohne dass zwingend ein Zusammenhang besteht. Zumal Giftstoffe oft gar nicht riechen und Geruchsstoffe meist harmlos sind. Daher sollte immer gut gelüftet werden, um den Körper mit ausreichend Frischluft zu versorgen. Im Übrigen können sich einzelne geruchsintensive Produkte überlagern und werden im Zusammenwirken nicht mehr unangenehm wahrgenommen. Umgekehrt können kaum wahrnehmbare Einzelgerüche in Kombination deutlich zu riechen beginnen. „Es gibt nach wie vor Geruchsreklamationen, aber verantwortlich dafür ist Feuchte, das ein oder andere Haustier und vielleicht auch die Blume in der Vase. Die Klebstoffe sind es nicht“, sagt Dr. Thomas Brokamp, Mitglied des Technischen Beirats der Gemeinschaft Emissionskontrollierter Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte (GEV).

Generell ist es daher ratsam, vor dem Verlegen eines neuen Bodens den Untergrund sorgfältig vorzubereiten. Dabei sollten Restschichten wie alte Klebstoffe oder Spachtelmassen entfernt werden, damit diese später keine Gerüche entwickeln können. Zudem sollte der Untergrund trocken sein, da Feuchtigkeit das Wachstum von Pilzen fördert. Für die Handwerksarbeiten empfehlen sich emissionsarme Grundierungen und Klebstoffe mit dem EMICODE-Siegel. Bei Produkten mit diesem Zertifikat haben die Hersteller geruchsintensive Stoffe aus der Herstellung verbannt. Der EMICODE prüft und zertifiziert seit 20 Jahren weltweit Produkte auf ihre Emissionen. Wer auf Bauprodukte mit diesem Ökosiegel zurückgreift, beweist also den richtigen Riecher, um mögliche Geruchsentwicklungen zu minimieren.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Renovierungs-Spezialisten von WAIBACH Living und hier.

Text: GEV, Foto: ©elwynn/123rf.com

Nicht vergessen: Frühjahrscheck fürs Haus

Jetzt im Frühjahr sollten Sie ihr Haus intensiv inspizieren und Schäden umgehend beheben lassen. Genaues Hinschauen hilft der Gesundheit und schont den Geldbeutel.

Dieser Winter hatte es in sich. Sturmtief „Fredericke“ im Januar, dann frostige Nächte mit Tiefsttemperaturen von bis zu – 30,5 °C im Februar. Nicht nur wir Menschen bekommen die Kraft solcher Witterungseinflüsse zu spüren, unsere Häuser sind diesen Belastungen permanent ausgesetzt. Die Folgen zeigen sich als verrutschte Dachziegel, Risse in der Fassade, Kondenswasser an Zimmerwänden und Schimmelbefall in Räumen. Deshalb lohnt es sich, jetzt im Frühjahr sein Haus genau zu inspizieren und entdeckte Schäden umgehend beheben zu lassen.

Besonders belastet werden die Dächer unserer Häuser. Nach den heftigen Stürmen der letzten Saison können Ziegel verrutscht oder sogar zerbrochen sein. Auch Einfassungsbleche rings um die Schornsteine an den Gauben und in Kehlen sind möglicherweise beschädigt. Schnee und Feuchtigkeit können so ungehindert ins Gebälk und Mauerwerk eindringen. Morsche Balken, feuchte Wände und drohender Schimmelpilzbefall können daraus resultieren. Der nächste Blick sollte der Regenrinne gelten. Denn hier sammelt sich Herbstlaub an, das den Winter über liegen bleibt. Jetzt aber sollte es entfernt werden, damit das Regenwasser wieder ungehindert abfließen kann – und überlaufendes Wasser nicht die Fassade durchfeuchtet und ins Gebäudeinnere eindringt.

Apropos Hausfassade: Sie ist wie das Dach der Witterung ausgeliefert. Oftmals bilden sich im Winter Risse oder Frostabplatzungen. Auch alte Haarrisse können durch die eisigen Temperaturen deutlich größer geworden sein. Eine Fassadeninspektion ist deshalb angesagt und sollte vor allem die Hausecken, Fenster und Türen berücksichtigen.

Innencheck in Keller- und Wohnräumen

Nach dem Außencheck gilt es, das Hausinnere genau unter die Lupe zu nehmen. „Los geht es drinnen mit den Fensterlaibungen. An diesen Wärmebrücken entsteht oft Schimmelpilzbefall, der bei oberflächlichem Hinschauen leicht übersehen wird“ berichtet Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor, stellvertretender technischer Leiter von ISOTEC. Außerdem sollten, so sein Rat, alle Eckbereiche des Hauses inspiziert werden. In besonders verwinkelten oder verdeckten Ecken, zum Beispiel im Keller, empfiehlt sich sogar das Ausleuchten mit der Taschenlampe. Da die Außenwände des Hauses im Winter stark auskühlen, sind gerade sie besonders anfällig für die Ablagerung von Tauwasser und die Entwicklung von Schimmelpilzen. „Daraus entsteht auch der typische muffige Kellergeruch, der aus einer wenig beachteten Stelle kommen kann, die im Laufe der Zeit durchfeuchtet worden ist“, betont Ingenieur Molitor.

Salz-Ausschlag an Kellerwänden

Ebenfalls im Kellerbereich entdecken viele Bewohner nach den Wintermonaten weiße „Ausschläge“ an den Wänden. Dabei handelt es sich um sogenannte „Salzausblühungen“. Der Grund? Viele Sockelabdichtungen von Gebäuden sind undicht, sodass Streusalz, das im Winter auf die Wege rund ums Haus gestreut wurde, durch die Außenwände ins Innere eingedrungen ist. Im Keller oder Erdgeschoss entstehen dann die beschriebenen Salzausblühungen. Sie sehen nicht nur hässlich aus, sie lassen auch Farbe und Putz abplatzen. Langfristig ruinieren sie sogar die Fugen zwischen den Steinen, sodass das ganze Mauerwerk marode und die Bausubstanz zerstört wird.

Schimmelpilzbefall hinter Schränken

Und noch ein Blick lohnt sich: „Nach den vielen frostigen Tagen und Nächten kann es sein, dass sich hinter Schränken, insbesondere Küchen- und Kleiderschränken, die direkt an Außenwänden stehen, Kondenswasser gesammelt und Schimmelpilz gebildet hat“, so Molitor.  Hier empfiehlt er, immer einen Abstand von 10 bis 15 Zentimetern einzuhalten. Sonst kann die Luft hinter den Schränken nicht mehr zirkulieren und Kondensationsfeuchte nicht mehr abgeführt werden. So bildet sich der optimale Nährboden für Schimmelpilzbefall.

Wie gefährlich feuchte Wohnräume und Schimmelpilzbefall nicht nur für die Bausubstanz, sondern auch für die Wohngesundheit sind, hat Professor Gunnar Grün, stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer IBP und sein Team in einer Grundlagenstudie eingehend untersucht. Sie beziffern die Risikowahrscheinlichkeit Atemwegserkrankungen oder Allergien zu erleiden mit bis zu 40 Prozent, wenn man bewusst oder unbewusst in schimmelbelasteten Räumen lebt. Wird beim Frühjahrscheck also Schimmelpilzbefall im Haus entdeckt, sollte unverzüglich gehandelt werden. So empfiehlt das Umweltbundesamt ab einem Befall von über einem halben Quadratmeter unbedingt einen Fachmann zu Rate zu ziehen – und den Befall fachgerecht beseitigen zu lassen.

Wenden Sie sich bei allen Fragen rund um den Frühjahrscheck für Ihr Haus an die Bauexperten von WAIBACH Living. Rufen Sie uns einfach an, wir unterstützen Sie dabei, Ihr Haus fit für einen traumhaften Sommer zu machen. Bei Ausbesserungen und Schadensbehebungen stehen Ihnen unsere Renovierungs-Experten ebenfalls jederzeit zur Verfügung.

Text und Foto: obs/ISOTEC GmbH/Cornelis Gollhardt /bpr

Verbraucherzentrale: Häuser sind oft unterversichert

Häufig sind Immobilien nicht ausreichend versichert, so die Verbraucherzentrale Hessen in einer Pressemitteilung.

Dass Immobilien häuft nicht ausreichend versichert sind, hat laut Verbraucherzentrale Hessen eine Überprüfung von Gebäudeversicherungen bei Mitgliedern im Verband Wohneigentum Hessen ergeben. Dabei schützen solche Versicherungen die Eigentümer vor dem finanziellen Ruin insbesondere, wenn zum Beispiel Minusgrade Wasserrohre zum Bersten bringen, Stürme Dächer abheben oder Hochwasser nach Starkregen die Wohnung unter Wasser setzen.

„Die Überprüfung der Gebäudeversicherung bei unseren Mitgliedern ergab, dass nicht wenige Immobilien unzureichend geschützt sind“, so Rudi Bauschke, Vorsitzender des Verband Wohneigentum Hessen. Bei rund 500 überprüften Versicherungen hatten 80 Prozent keine Elementarabsicherung, 15 Prozent nur eine Feuerversicherung und 75 Prozent waren unterversichert. Etliche Doppelversicherungen belasteten hingegen das Budget unnötig. „Gerade im Bereich der Gebäudeversicherung geht es um erhebliche Vermögenswerte“, sagt Dr. Andrea Jahnen, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. Eine anbieterunabhängige Versicherungsüberprüfung für Hauseigentümer bietet daher die Verbraucherzentrale Hessen an.

„Unterversicherung bedeutet, dass im Schadensfall nur eine anteilige Schadenregulierung erfolgt“, resümiert Rudi Bauschke. Wenn zum Beispiel Hauserweiterungen oder Modernisierungen den Wert des Gebäudes erhöhen, sei eine Anpassung der Gebäudeversicherung unbedingt erforderlich. Bei Hauskäufen oder bei Hausüberschreibungen gehen die bestehenden Gebäudeversicherungen automatisch auf den neuen Eigentümer über, sofern nicht gekündigt wird.

Tipp an die Hausbesitzer: Kontrollieren Sie, ob die Immobilie ausreichend versichert ist. Denn bei einem Schaden am Gebäude können Hausbesitzer auch infolge von Versicherungslücken an den Rand des wirtschaftlichen Ruins geraten.

Unverzichtbar ist eine Wohngebäudeversicherung. Sie zahlt Schäden, die durch Feuer, Leitungswasser und Sturm entstehen. Die Verbraucherzentrale Hessen empfiehlt, die Wohngebäudeversicherung als „gleitende Neuwertversicherung“ abzuschließen. Damit bezahlen Versicherer sogar den Wiederaufbau eines total zerstörten Gebäudes zu aktuellen Baupreisen.

Unerlässlich ist außerdem die Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Denn als Grundstücksbesitzer haftet man für Gefahren, die vom Grundstück und von angrenzenden Gehwegen und Zufahrten ausgehen. Ebenfalls wichtig: die Gewässerschadenshaftpflichtversicherung für Hauseigentümer, die einen Öltank im Keller stehen haben, und die Betreiberhaftpflichtversicherung, für diejenigen, die mit ihren Photovoltaikanlagen Strom ins öffentliche Netz einspeisen.

Der Verband Wohneigentum Hessen und die Verbraucherzentrale Hessen empfehlen, zusätzlich Schäden durch Elementargefahren wie Starkregen abzusichern, sofern eine solche Versicherung für das jeweilige Gebäude möglich und bezahlbar ist. Das Ausmaß an Schäden für diesen Bereich hat deutlich zugenommen.

Weitere Informationen zur Überprüfung der Gebäudeversicherung erhalten Interessierte bei der Verbraucherzentrale Hessen unter der Telefonnummer 069-972010-900. Jederzeit können Sie zu diesem Thema auch die Bauberater von WAIBACH Living ansprechen.

Text: Verbraucherzentrale Hessen

Foto Kinzig-Hochwasser Gelnhausen: Schopbach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fassadendämmung im Zuge einer Gebäudemodernisierung

Die Hessische Energiespar-Aktion informiert über Möglichkeiten der nachträglichen Fassadendämmung im Gebäudebestand.

Eine so genannte Vorhangfassade bietet im Zuge einer Gebäudemodernisierung vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade.

Vorhangfassaden gehören zu den traditionellen Bauweisen für Außenwände in Hessen. Als Wetterschutz wurden Gebäude früher häufig mit Holzschindeln, Schiefer oder auch Zinkblech verkleidet. In den Nachkriegsjahren wurde die Vorhangfassade auch zunehmend beim Bau und der Sanierung von Mehrfamilienhäusern eingesetzt. Die Wahl einer Vorhangfassade erfolgte in der Vergangenheit vor allem aus folgenden Gründen: Witterungsschutz, Wahl einer repräsentativen Fassadengestaltung, Baukostensenkung durch Elementvorfertigung, zum Beispiel bei der Erstellung von Fertighäusern. Der Wärmeschutz spielte in der Regel eine völlig untergeordnete Rolle: die Mehrzahl der vorgehängten hinterlüfteten Fassaden wurde ohne Dämmung ausgeführt. Gedämmte Vorhangfassaden, oftmals mit Dämmstoffstärken von nur zwei bis vier Zentimetern, sind in den 60er und 70er Jahren angebracht worden.

„Im Rahmen einer Gebäudemodernisierung bietet die Vorhangfassade vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade. Als Dämmstoffe kommen Stein- und Glaswolle-, Hartschaum-, Holzweichfaser- und Zelluloseplatten usw. in Frage. Sogenannte Fassadendämmplatten sind für die Außenwanddämmung zugelassen“, so Florian Voigt, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Eine genauere Übersicht gibt die Energiespar-Information Nr. 10 „Wärmedämmung von Außenwänden mit der hinterlüfteten Vorhangfassade – Wissenswertes über die Außendämmung bei Alt- und Neubauten“ sowie die Broschüre „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“ der Hessischen Energiesparaktion. Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Interessierte beim „Förderkompass Hessen“  und bei den Fördermittel-Experten von WAIBACH Living.

Text und Foto: Hessische Energiesparaktion

Ein Förderprogramme für den ländlichen Raum

Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler haben aufs Tempo gedrückt, um jetzt das im vergangenen Sommer angekündigte Programm zur Stärkung des ländlichen Raums konkret in die Tat umzusetzen. „Die Rahmenbedingungen sind formuliert und die Arbeit kann beginnen“, erklärten sie gemeinsam beim offiziellen Start des Förderprogramms im künftigen Dorfgemeinschaftshaus in Mernes.

„Die finanziellen Zuschüsse sollen ein Anreiz sein für Leben und Arbeiten auf dem Lande“, fassten Thorsten Stolz und Susanne Simmler den Grundgedanken zusammen. Die insgesamt 109 berücksichtigten Orte von Nidderau-Erbstadt bis Sinntal-Oberzell bieten zum Teil hervorragende Argumente, um sich dort niederzulassen. Neben der attraktiven Umgebung, einem hohen Erholungswert, einer guten Infrastruktur und der relativ günstigen Rahmenbedingungen finden sich hier auch interessante Gestaltungsräume.

Das neue Förderprogramm liefert dazu die entsprechenden Anreize, um vor allem die kleinen Orts- und Stadteile als Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu stärken. Vorrangig gehe es um die Sanierung und Erweiterung oder auch den Ankauf von leerstehenden Immobilien. Gefördert werden außerdem Investitionen in die Grundversorgung, sofern dabei Arbeitsplätze entstehen.

Landrat Thorsten Stolz verweist darauf, dass sich in den vergangenen Jahren auch im Main-Kinzig-Kreis die Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren teilweise erheblich verändert haben. Bisherige Lösungen und Konzepte passen nicht mehr auf die heutige Situation, hier seien neue Ideen insbesondere für den ländlichen Raum gefragt. „Vor diesem Hintergrund haben Politik und Verwaltung ein Förderprogramm entworfen, um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in der Region zu sichern“, betont er. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lebensräume, die durch sinkende Bevölkerungszahlen, Leerstand, ausgedünnte Grundversorgung und dem Mangel an Wirtschaftskraft sowie Arbeitsplätzen geprägt werden.

Wie die Erste Kreisbeigeordnete erläutert, basiert die definierte Förderregion auf der offiziellen Festlegung des „ländlichen Raums“ aus dem Landesentwicklungsplan. Die berücksichtigten Ortsteile sollten zudem weniger als 3.000 Einwohner haben und eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung nachweisen. Außerdem wurden alle Ortsteile mit dörflichem Charakter und maximal 2.000 Einwohnern in das Programm aufgenommen. Das ergibt für den Main-Kinzig-Kreis eine Liste von 109 der insgesamt 156 Ortsteile.

Laut der Richtlinien können geeignete Projekte mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 25.000 Euro unterstützt werden. Festgelegt wurden eine Mindestinvestitionssumme von 10.000 Euro und eine verbindliche Bauberatung der Antragssteller. Die Eigenleistung auch in Form von Arbeitsstunden wird entsprechend berücksichtigt. Koordiniert wird das Programm vom Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum, das auch jeweils die Dorferneuerung begleitet.

Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler haben zudem mit den drei Sparkassen im Main-Kinzig-Kreis vereinbart, dass dort ergänzende Kreditprogramme aufgelegt werden. Unter Umständen können auch kommunale Konzepte wie zum Beispiel in Birstein, Biebergemünd und Gründau oder das Programm für preiswerten Wohnraum des Kreises ergänzend in Anspruch genommen werden.

Somit integriert sich das „Förderprogramm Ländlicher Raum“ auf sinnvolle Weise in die bereits bestehende Förderlandschaft. In jedem Fall werden zusätzliche Akzente und Anreize für zukunftsweisende Optimierungen geschaffen, um Menschen im ländlichen Raum zu halten, Zuzug zu fördern und dem Wandel dadurch aktiv zu begegnen. „Unser Programm will darüber hinaus Partner vernetzen, Austausch und Kommunikation fördern und gemeinsame interdisziplinäre Projekte und Initiativen konstruktiv begleiten“, erläutert Susanne Simmler.

Dabei soll der bürokratische Aufwand begrenzt werden, wie das einseitige Antragsformular beweist. Auf die jeweiligen Projekte wird dann ein Bewertungskatalog angelegt, um die Förderfähigkeit im Detail zu prüfen. Auch wenn die verbindlichen Entscheidungen jeweils zu festen Termine getroffen werden, so erhalten die Antragsteller vorab eine inhaltliche Rückmeldung. Mit dem Start des Programms sind in den kommenden Wochen auch mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen in den betroffenen Städten und Gemeinden geplant. Insgesamt ist das Programm auf fünf Jahre angelegt mit jeweils einer Million Euro Fördersumme. Informationen finden sich ab sofort auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises .

Text und Foto: Pressestelle Main-Kinzig-Kreis