Abnahme

Abnahme – die Bestätigung der vereinbarten Leistung.

Bei Verträgen über einen Hausbau muss immer eine Abnahme der vereinbarten Leistung erfolgen.

Durch die Abnahme bestätigt der Auftraggeber eines Hausbaus, dass die im Vertrag vereinbarte Leistung für den Neubau ordnungsgemäß und fachgerecht ausgeführt wurde. Das Bauwerk ist nur dann abnahmefähig, wenn es keine wesentlichen Mängel hat. Unwesentliche Mängel hingegen stehen der Abnahme nicht entgegen. Die Abnahme ist zudem die Voraussetzung für die Schlussrechnung.

Aus der erfolgten Abnahme ergeben sich einige Konsequenzen. Es beginnt die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche, die bei BGB-Verträgen auf fünf Jahre festgelegt ist. Zudem erfolgt die Umkehr der Beweislast und es erfolgt der Gefahrenübergang auf den Auftraggeber.

Bei der Abnahme ist stets zu beachten, dass es unterschiedliche Regelungen nach BGB und nach VOB/B gibt. Für Privatpersonen empfiehlt sich eine Abnahme nach BGB. Dies hat auf die Kosten des Bauwerks keinen direkten Einfluss.

Stillschweigende Abnahmen können auch vereinbart werden. Dies ist vergleichbar mit „schlüssigem Handeln“. Je nach Umfang der Sanierung oder des Neubaus kann auf eine schriftliche Abnahme verzichtet werden. Insbesondere bei Teilsanierungen ist es nicht unbedingt übliche, eine schriftliche Abnahme durchzuführen.

Man unterscheidet zwischen „Teilabnahme“ für einzelne Gewerke während der Bauzeit und der „Schlussabnahme“ nach Fertigstellung.