Abstandsflächen

Abstandsflächen – der Minimalabstand zwischen Gebäuden und Gebäudeteilen

Abstandsflächen sind in der jeweils gültigen Bauordnung geregelt.

Die in der Bauordnung definierten Abstandsflächen geben vor, welchen Minimalabstand Gebäude und Gebäudeteile zueinander einhalten müssen. Bei der Sanierung eines Hauses ist das nicht von Bedeutung, da das Gebäude ja bereits steht und man davon ausgeht, dass es eine entsprechende Genehmigung gibt.

Beim Neubau eines Hauses hingegen ist dieser Minimalabstand  natürlich ein entscheidender Punkt. Bereits bei der Auswahl des Grundstücks für den beabsichtigten Neubau ist die angrenzende Bebauung zu beachten, um zu ermitteln, inwiefern sich aus den notwendigen Abstandsflächen auch Restriktionen für die Planung des neuen Hauses ergeben.

Abnahme

Abnahme – die Bestätigung der vereinbarten Leistung.

Bei Verträgen über einen Hausbau muss immer eine Abnahme der vereinbarten Leistung erfolgen.

Durch die Abnahme bestätigt der Auftraggeber eines Hausbaus, dass die im Vertrag vereinbarte Leistung für den Neubau ordnungsgemäß und fachgerecht ausgeführt wurde. Das Bauwerk ist nur dann abnahmefähig, wenn es keine wesentlichen Mängel hat. Unwesentliche Mängel hingegen stehen der Abnahme nicht entgegen. Die Abnahme ist zudem die Voraussetzung für die Schlussrechnung.

Aus der erfolgten Abnahme ergeben sich einige Konsequenzen. Es beginnt die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche, die bei BGB-Verträgen auf fünf Jahre festgelegt ist. Zudem erfolgt die Umkehr der Beweislast und es erfolgt der Gefahrenübergang auf den Auftraggeber.

Bei der Abnahme ist stets zu beachten, dass es unterschiedliche Regelungen nach BGB und nach VOB/B gibt. Für Privatpersonen empfiehlt sich eine Abnahme nach BGB. Dies hat auf die Kosten des Bauwerks keinen direkten Einfluss.

Stillschweigende Abnahmen können auch vereinbart werden. Dies ist vergleichbar mit „schlüssigem Handeln“. Je nach Umfang der Sanierung oder des Neubaus kann auf eine schriftliche Abnahme verzichtet werden. Insbesondere bei Teilsanierungen ist es nicht unbedingt übliche, eine schriftliche Abnahme durchzuführen.

Man unterscheidet zwischen „Teilabnahme“ für einzelne Gewerke während der Bauzeit und der „Schlussabnahme“ nach Fertigstellung.

Ablaufplan

Ein gut durchdachter Ablaufplan hilft beim Hausbau oder einer schlüsselfertigen Sanierung Kosten sparen.

Der Ablaufplan eines Neubau- oder Modernisierungsprojektes wird auch Bauzeitenplan genannt.

Der Bauzeitenplan legt beim Neubau oder einer umfangreichen Sanierung fest, in welcher zeitlichen Abfolge die Gewerke zu errichten sind. Wichtig ist dabei insbesondere, Trocknungszeiten und Zeiten für die Arbeitsvorbereitung zu berücksichtigen. Ein gut durchdachter Ablaufplan kann helfen Kosten zu sparen, sowohl bei der schlüsselfertigen Sanierung als auch dann, wenn Sie ein Haus neu bauen. Je besser die Gewerke vorgeplant sind und je länger die Vorlaufzeiten bei der Vergabe sind, desto günstigere Preise kann man erzielen. Das wirkt sich positiv auf die Kosten für den Hausbau aus. Der Bau eines Einfamilienhauses oder die Renovierung eines Hauses erfordern genauso einen gut durchdachten Plan wie die Errichtung oder Modernisierung von Geschäftsgebäuden. Gerade private Bauherren müssen häufig sehr gut auf ihr Budget schauen. Der Ablaufplan gibt dabei Anhaltspunkte, wann welche finanziellen Mittel aufgebracht werden müssen und wie sich die Gesamtkosten des Immobilien-Projektes entwickeln.

Abgasanlage

Der Schornstein – die Abgasanlage eines Gebäudes.

Die meisten Menschen denken bei dem Begriff Abgasanlage sicherlich zunächst an ihr Auto. Aber auch Bauherren und Immobilienbesitzer sollten beim neu Bauen oder Sanieren die passende Abgasanlage zur gewählten Heizung berücksichtigen.

Nicht nur Autos, sondern auch Immobilien verfügen häufig über eine Abgasanlage. Immer dann, wenn eine Heizung mit einem Brennstoff betrieben wird, ist eine entsprechende Abgasanlage vorhanden – bekannt als Schornstein. Sowohl beim Neubau eines Hauses als auch bei der schlüsselfertigen Sanierung ist bei der Heizungswahl auch direkt die passende Abgasanlage zu berücksichtigen. Während man zum Beispiel beim Neubau eines Einfamilienhauses gezielt auf geringe Baukosten und/oder Betriebskosten planen kann, sind die Möglichkeiten beim Sanieren meist durch das Bestandsgebäude schon vorgegeben. Kosten einer Schornsteinsanierung müssen nicht unbedingt anfallen. Häufig ist dies nur notwendig, wenn sich das Haus in einem Zustand befindet, der eine Kernsanierung notwendig macht.

Die technische Verordnung für Abgasanlagen ist die DIN V 18160-1. Zu Abgasanlagen zählen insbesondere Anlagen zur Abführung von Verbrennungsgasen von Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen und Verbrennungsmotoren. Man unterscheidet dabei in Abgasanlagen für feuchte oder trockene Betriebsweise.

Abriss / Abbruch

Die Kosten für einen Abbruch werden häufig unterschätzt

Abriss und Abbruch können beim Haus bauen, beim Sanieren oder bei einer Renovierung verschiedene Stufen haben. Im Fachhandwerk spricht man auch schon von Abbruchmaßnahmen, wenn nur eine Wand entfernt wird oder Fensteröffnungen vergrößert werden.

In jedem Fall gilt es darauf zu achten, ein entsprechend zertifiziertes Unternehmen mit Abbrucharbeiten zu beauftragen, da es im Bereich der Entsorgung unzählige Regelungen gibt, was den Verbleib des Bauschutts angeht. Daher ist vorher das Gebäude zu untersuchen um festzustellen,  ob und inwiefern Sonderabfälle wie Asbest vorhanden sind. Bei selbst durchgeführten Abbrucharbeiten ist immer auf eine entsprechende Schutzausrüstung zu achten.

Beachten Sie, dass die Kosten für einen Teilabbruch nicht unbedingt wesentlich günstiger sein müssen als beispielsweise der Abriss eines kompletten Hauses. Die Kosten für den Abbruch sind in Preisangeboten für Neubauten meist nicht inklusive, da diese sehr stark schwanken können, je nach Gebäude, Alter, Baustoffen etc. Gerade im Bereich der Sanierung und Modernisierung werden die Kosten für Abbruch und Entsorgung häufig unterschätzt.

Achtung: Bei denkmalgeschützten Objekten ist auch der Abbruch – egal ob ganz oder in Teilen – schon genehmigungspflichtig!

Abdichtung

Die Abdichtung einer Immobilie – ein Fall für Fachbetriebe.

Die Abdichtung zählt bei Gebäuden zu den entscheidenden Bestandteilen. Das sollte beim Neubau oder einer Renovierung unbedingt mit einkalkuliert werden.

Geregelt ist die Abdichtung beim Hausbau in der DIN Norm 18195. Entscheidend dabei: der sogenannte Lastfall. Das heißt, es gilt exakt zu berücksichtigen, ob zum Beispiel Staunässe am Gebäude anliegt oder ein sehr wasserdurchlässiger Boden vorhanden ist. Die DIN 18195 regelt aber auch die Abdichtung von Flachdächern, von Bodenplatten und weiteren Bauteilen, für die eine Abdichtung relevant ist.

Beim Neubau mit Keller ist eine Abdichtung besonders wichtig. Sie sollte gewissenhaft und von Fachbetrieben ausgeführt werden. Fehler bei diesem Gewerk des Hausbaus können später – auch schon lange nach Einzug – zu hohen Reparaturkosten führen. Auch bei einer schlüsselfertigen Sanierung oder Renovierung sollten die Kosten für eine fachgerechte Abdichtung im Kostenplan vorgesehen sein –zumindest bis Gewissheit über die tatsächliche Notwendigkeit herrscht.

Zementestrich

Zementestrich – ein Estrich aus Zement, Sand und Wasser

Kostengünstig in der Herstellung, zwei bis drei Tage Trocknungszeit.

Zementestrich ist ein Estrich, der aus Sand, Zement und Wasser besteht. Die Herstellung erfolgt ähnlich wie Beton.

Zementestrich hat ein höheres Schwindverhalten als Calciumsulfatestrich. Daher müssen bei seiner Verwendung entsprechende Fugen bei Wandvorsprüngen, Außenecken und großen Flächen berücksichtigt werden.

Der Zementestrich ist die meist verbreitetste Variante im privaten Hausbau und auch relativ kostengünstig in der Herstellung. Er benötigt etwas längere Trocknungszeiten als Calciumsulfatestrich, ist aber ebenfalls nach zwei bis drei Tagen begehbar.