Fassadendämmung im Zuge einer Gebäudemodernisierung

Die Hessische Energiespar-Aktion informiert über Möglichkeiten der nachträglichen Fassadendämmung im Gebäudebestand.

Eine so genannte Vorhangfassade bietet im Zuge einer Gebäudemodernisierung vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade.

Vorhangfassaden gehören zu den traditionellen Bauweisen für Außenwände in Hessen. Als Wetterschutz wurden Gebäude früher häufig mit Holzschindeln, Schiefer oder auch Zinkblech verkleidet. In den Nachkriegsjahren wurde die Vorhangfassade auch zunehmend beim Bau und der Sanierung von Mehrfamilienhäusern eingesetzt. Die Wahl einer Vorhangfassade erfolgte in der Vergangenheit vor allem aus folgenden Gründen: Witterungsschutz, Wahl einer repräsentativen Fassadengestaltung, Baukostensenkung durch Elementvorfertigung, zum Beispiel bei der Erstellung von Fertighäusern. Der Wärmeschutz spielte in der Regel eine völlig untergeordnete Rolle: die Mehrzahl der vorgehängten hinterlüfteten Fassaden wurde ohne Dämmung ausgeführt. Gedämmte Vorhangfassaden, oftmals mit Dämmstoffstärken von nur zwei bis vier Zentimetern, sind in den 60er und 70er Jahren angebracht worden.

„Im Rahmen einer Gebäudemodernisierung bietet die Vorhangfassade vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade. Als Dämmstoffe kommen Stein- und Glaswolle-, Hartschaum-, Holzweichfaser- und Zelluloseplatten usw. in Frage. Sogenannte Fassadendämmplatten sind für die Außenwanddämmung zugelassen“, so Florian Voigt, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Eine genauere Übersicht gibt die Energiespar-Information Nr. 10 „Wärmedämmung von Außenwänden mit der hinterlüfteten Vorhangfassade – Wissenswertes über die Außendämmung bei Alt- und Neubauten“ sowie die Broschüre „Vom (K)Althaus zum Energiesparhaus“ der Hessischen Energiesparaktion. Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Interessierte beim „Förderkompass Hessen“  und bei den Fördermittel-Experten von WAIBACH Living.

Text und Foto: Hessische Energiesparaktion